Erste Ergebnisse stimmen optimistisch
Artenreicher und bunter sind die Wiesen und Weiden dank der Zusammenarbeit mit ortsansässigen Landwirten geworden.
Wälder mit standortfremden Gehölzen
wurden entnommen und in Grünland umgewandelt. Die Entwicklung von typischen, bachbegleitenden Auwälder wurde zugelassen und die Naturverjüngung von Erlen und Weiden unterstützt. Die Aue wird teilweise erneut nach historischem Vorbild bewirtschaftet, das Tal ist wieder „offen“ und durchgängig. Für Falter- und Heuschreckenarten ist der Weg nun frei um neue Flächen zu besiedeln. Viele gefährdete Arten wie z. B. das Grünwidderchen finden in diesem Biotopmosaik einen geeigneten Lebensraum.
Auch im Gewässer sind Erfolge zu verzeichnen. Nachdem 2 Wehre und 15 kleinere Staustufen für Fische und Kleinlebewesen passierbar gestaltet wurden, ist der Weg bis nach Brilon wieder frei. Dies kann man am besten am Beispiel der Groppe verfolgen. Dieser kleine Fisch stellt besonders hohe Ansprüche an seinen Lebensraum, in puncto Wasserqualität, aber auch im Hinblick auf die Durchgängigkeit. Groppen haben keine Schwimmblase und deshalb sind auch kleine Hindernisse für sie unüberwindbar.
Die Untersuchung der Fischfauna im Oberlauf zu Beginn des Projekts zeigte, dass der Bestand der Groppe stromaufwärts auf null sank. Erneute Kontrollen belegen, mit den Groppen geht es erfreulicher Weise wieder bergauf, sie haben es schon bis kurz vor Brilon geschafft. Überdies kann man in den neuen Mäandern der Möhne, die von der Beschattung der Fichten befreit wurden, die ersten Polster des pinselblättrigen Hahnenfußes ihre Blüten aus dem Wasser recken sehen. Die Möhne ist nun auf einem guten Weg.